Tag 22: Lukla - Kathmandu

Frühstück ist heute um 5:30 Uhr. Schon beim Verlassen des Zimmers ist zu erkennen, dass heute ein wolkenloser Himmel vorherrscht, mit dem Flug nach Kathmandu sollte es heute also klappen.

Im Anschluss an das heutige Frühstück gehe ich mit dem Lodgebesitzer, Nir Kumar und Rabin zum Flugplatz von Lukla. Der Lodgebesitzer kümmert sich um alle Formalitäten beim Einchecken, Übergepäck ist wieder zu bezahlen, aber umgerechnet kaum 1€ pro Kilogramm Übergepäck.

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Flughafen Lukla im Morgengrauen

Im Anschluss an die Verabschiedung von Nir Kumar und Rabin heißt es nun im Warteraum sich die Zeit zu vertreiben, bis das Flugzeug aus Kathmandu eintrifft. Schon wenige Minuten vor der ersten Flugzeuglandung sollen wir uns außerhalb der Halle aufstellen und in kurzen Abständen treffen dann mehrere Flugzeuge ein und parken am Vorfeld, auch zwei Let L-410UVP-E20 von Goma Air, eine davon die Maschine vom Flug nach Phaplu. Zum Rückflug steige ich aber in die Schwestermaschine ein. Noch vor 7 Uhr startet das Flugzeug vollbesetzt nach Kathmandu und landet dort ohne Probleme kaum 30 Minuten später.

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Flughafenvorfeld in Lukla - Let L-410UVP-E20 der Goma Air (9N-AKY die Maschine vom Flug vor fast drei Wochen nach Phaplu)

Nach der Gepäckausgabe werde ich auch schon vor der Halle von einem Agenturmitarbeiter erwartet und es geht mit einem Fahrzeug der Agentur zum Hotel nach Thamel. Untergebracht bin ich für die nächsten drei Nächte im Hotel Moonshine am nordwestlichen Rand von Thamel.

Mein Hinweis an den Agenturmitarbeiter, warum aus meiner gebuchten und bezahlten Zelttour eine billigere Lodgetour geworden ist, will er mir nicht beantworten. Diese Sache werde ich wohl in Deutschland klären müssen, auf mir sitzen lasse ich die Sache nicht.

Da ich noch sehr zeitig im Hotel bin, dauert es fast zwei Stunden, bis ich mein Zimmer beziehen kann.

Das Zimmer ist an sich für nepalesische Verhältnisse sehr gut, nur bei der Nasszelle ist dem Innenarchitekten ein Fehler unterlaufen. Irgendwie ist es schon komisch, dass die Tür zum Nasszellenbereich eine Klarglasscheibe hat und direkt zum Duschkopf führt. Wäre es eine Hochzeitssuite würde sich das Brautpaar zwecks der Aussicht auf den Duschenden freuen, aber ob das Jede(r) so haben möchte, als Guckobjekt beim Duschen zu dienen?

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Da ist irgendetwas schief gelaufen. Die Tür zur Dusche ist zu und die Tür ist die rechte Klarglasscheibe. Die Dusche mit Aussicht und der Schminkspiegel mit Milchglas.

Den Rest des angebrochenen Tages nutze ich zum Duschen, zum Wäsche waschen und zum sonstigen Sortieren.

Tag 23: Patan - Bhaktapur

Da ich bei den letzten beiden Besuchen in Kathmandu schon die übliche Stadtführung in Kathmandu hatte, soll es bei dieser Reise eine Ganztagestour zu den zwei anderen ehemaligen Königsstädten im Kathmandutal werden, Patan und Bhaktapur.

Mit einem Taxi und einem Führer geht es zunächst nach Patan, nur wenige Kilometer von Kathmandu entfernt bzw. wie auch später Bhaktapur eher unmittelbar angrenzend.

Da es sehr viele Internetseiten mit Beschreibungen zu den beiden Städten gibt, verzichte ich hier auf genauere Ausführungen und lasse Euch mit den Bildern zunächst alleine.

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Patan

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Patan

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Patan

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Patan

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Patan

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Patan

Unsere Mittagspause machen wir auf der Terrasse eines Restaurants am Eingang der Königsstadt Patan. Anschließend fahren wir weiter zur dritten Königsstadt im Kathmandutal nach Bakthapur.

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Straßenbau Kathmandu

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Kathmandu Berufsverkehr

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Bhaktapur - Hühnerfarm (im Gebäude)

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Bhaktapur

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Bhaktapur - Töpferei

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Bhaktapur

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Bhaktapur

Nach dem Besuch in Bhaktapur fahren wir wieder zurück nach Thamel. Den Rest des Tages nutze ich zum Faulenzen.

Tag 24-26: Kathmandu - Rückreise Deutschland

Bis zum Abflug am Folgetag um 21:20 Uhr habe ich noch genügend Zeit, die ich im Hotel und in Thamel verbringe.

Am nächsten Tag werde ich wie vereinbart um 17:30 Uhr vom Hotel Moonshine für den Transfer zum Flughafen abgeholt. Luftlinie wären es ja kaum fünf Kilometer. Im aufgescheuchten Bienenschwarm bzw. im Feierabendverkehr von Kathmandu dauert dies aber gut zwei Stunden.

Die Rushhour setzt sich am Flughafen fort. Der Zugang zur Halle und somit zum Check-in dauert etwas länger, weil ewig lange Schlangen sich vor dem einzigen Röntgengerät bilden. Die folgende Leibesvisitation durch das nepalesische Sicherheitspersonal ist wie immer in Nepal nur sehr oberflächlich, nicht einmal die Kopfbedeckung muss abgenommen werden. Dann heißt es sich Anstellen für die Ausreiseschalter zwecks Ausreisestempel, in der Folge dann am Zugang zum Abflugterminal und schließlich nochmal bei der Leibesvisitation beim Verlassen des Terminalgebäudes.

Mit leichter Verspätung rollen wir mit dem Airbus A330 zur Startbahn und harren dann fast eine Stunde der Dinge. Der Pilot teilt uns mit, dass der Flugraum über Kathmandu überfüllt sei und es keine Startgenehmigung gibt. Nur in der ganzen Wartezeit landet kein einziges Flugzeug. Und ein überfüllter Luftraum in Kathmandu nachts um 22:30 Uhr? Der ist um diese Zeit so wahrscheinlich wie eine frühzeitige Eröffnung des neuen Berliner Flughafens. Wahrscheinlich war der Luftraum nur für einen wichtigen Herrscher gesperrt. Mit mehr als einer Stunde Verspätung starten wir doch noch in Richtung Doha.

Der Zwischenaufenthalt in Doha ist kaum eine Stunde, es könnte also mit dem Gepäck knapp werden. Statt mit dem geplanten Airbus A350 in 1-2-1-Bestuhlung setzt Qatar Airways einen Airbus A330 in 2-2-2-Bestuhlung ein. Es wäre eigentlich kein Problem, aber ich hatte einen 1-er-Sitz reserviert, der jetzt zu einem 2-er-Fensterplatz wird. Und in den Qatar A330-er Airbus Businessklasse am Fensterplatz hat es meist einen den Umständen entsprechend eingeengten Fußraum. Aber es ist immer noch ein Jammern auf verdammt hohen Niveau.

Der Flug selbst ist ereignislos, nur kurz vorder Landung ab Rosenheim in Bayern herrscht nur noch dichter Nebel in der Luft, kann die Maschine überhaupt in München landen? Die Maschine landet in der Nebelsuppe. Ist jetzt mein Gepäck dabei? Kaum warte ich nach der Einreise am Gepäckband zehn Minuten, kommen auch schon die ersten beiden Gepäckstücke. Es sind meine beiden Taschen, als ob sie schnell noch jemand in Doha in den Flieger geworfen hätte.

Aufsetzen auf die Landepiste im sehr vernebelten Flughafen im Erdinger Moos um kurz nach 6:30 Uhr und Ablegen der Taschen in der Wohnung um 8:15 Uhr, so schnell war ich noch nie zu Hause.

NACHBEMERKUNG:

Binnen weniger Tage nach der Rückkehr nach Deutschland habe ich den Preisunterschied zwischen der gebuchten Zelttour und der erhaltenen Lodgetour unbürokratisch zurückerhalten.

 

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