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Sonnenuntergang in Witsand

Tag 8: Kgalagadi Transfrontier National Park - Farm bei Upington

So geht es auf der gleichen Strecke wie zwei Tage zuvor heraus aus dem Park zurück in Richtung Upington, zunächst wieder auf Schotterpiste, anschließend auf sehr guter Straße. Den Rest des Tages verbringen wir auf einem Farmgelände in der Nähe von Upington. Kaum zu glauben, dass in dieser trockenen Gegend kaum 300m neben der Asphaltstraße ein wahres Wasserparadies ist, hier lässt es sich aushalten.

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4PS Transportmittel in der Kalahari

Tag 9: Farm bei Upington - Witsand Nature Reserve

Einen guten Schwung an Kilometern Fahrt steht heute wieder an der Tagesordnung. Zunächst geht es zurück nach Upington zum Auffüllen der Verpflegungsbestände bzw. bei technisch begabten zum Aufbau einer Hot-Plug-fähigen Steckdosenleiste für Akkus.

Durch das Kalaharibecken führt uns der Weg in Richtung Witsand Nature Reserve in der Nähe von Olifantshoek. Dieses Naturparadies ist nur über eine Schotterstraße zu erreichen. Im Unterschied zur roten Kalahari ist es in Witsand eine weiße Dünenlandschaft, die einen herrlichen Kontrast zur Umgebung bildet. Diese 9km lange und 2km breite Dünenlandschaft wird auch gerne als Ort der “brüllenden Dünen” genannt. Bedingt durch die teilweise große Hitze in den Sommermonaten beginnt der Sand zu vibrieren und erzeugt dabei ein grollendes Donnergeräusch.

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Weiße Sanddünen in Witsand

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Weiße Sanddünen in Witsand

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Sonnenuntergang in Witsand

Nachdem wir die hohen Mittagstemperaturen an uns haben vorübergehen lassen und unsere Zelte im Sand aufgebaut sind, machen wir uns am Nachmittag auf den Weg, die weißen Dünen zu erklimmen und dort dann den Sonnenuntergang erleben zu können. Dass man sich dann am schon fast allabendlichen Lagerfeuer wieder genügend zum Erzählen hat, versteht sich schon fast von selbst.

Tag 10: Witsand Nature Reserve - Kimberley - Masselsport bei Bloemfontein

In das Diamantenzentrum der Welt nach Kimberley wird uns heute die Reise führen.

Im Jahre 1867 entdeckten Kinder einen großen glänzenden Stein auf der De Kalk Farm bei Kimberley. Zunächst glaubte man nur, dass es sich um einen Opal handelte, aber Ritzversuche in Grahamstown bewiesen in als ein 21,25 Karat schweren Diamant. Über etliche Jahre entdeckte man immer wieder Diamanten im hier vorherrschenden und für Diamanten notwendigen äußerst harten Kimberlite Gestein.

Im Jahre 1871 fand man auf der Farm Voorbruitzicht der Gebrüder de Beers eine riesige Diamantenfundstelle. Tausende von Diamantenschürfern (in Hochzeiten waren es 50.000) begannen in das Erdreich zu graben. Über die Jahre entstand das mit 1,6km Umfang größte von Menschenhand geschaffene Loch, das “Big Hole”, aus dem mehr als 14 Millionen Karat Diamanten ausgegraben wurden. Bis in eine Tiefe von 400m erfolgte der Abbau im Tagebau.

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Big Hole in Kimberley

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Beschreibung des Big Hole in Kimberley

Da es den Gebrüdern De Beers zu viel wurde, verkauften sie ihre Farm an Cecil Rhodes, der dann auf diesem Land die De Beers Consolidated Mines Limited gründete. Im Jahre 1888 kaufte er noch die Anteile seines Hauptkonkurrenten Barney Barnato, ein Imperium war geschaffen, welches auch heute noch den größten Teil des weltweiten Diamantenabbaus kontrolliert.

Im Minen- und dem zugehörigen Freilichtmuseum können wir die Geschichte des Diamantenabbaus sehen, auch gibt es im Tresorraum manch einem Diamanten zu sehen, wobei hier bei äußerst strengen Sicherheitsvorkehrungen Fotoverbot herrscht. Ein Blick von der Aussichtsplattform in das “Big Hole” darf natürlich auch nicht fehlen. Anschließend machen wir uns auf dem Weiterweg zu unserem heutigen Tagesziel in die Nähe von Bloemfontein im (Oranje) Freestate.

 

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