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2000m Felswand des Swargadwari Tag 7: Chame - Pisang Mit schönstem Wetter begrüßt uns der heutige Morgen. Wie am Vorabend bereits vermutet, sind heute Nacht die Fieberschübe bei mir verschwunden. Die Temperaturen im Zelt waren auch noch sehr erträglich, nach 2 Stunden war mir der Winterschlafsack zu warm und ich musste wieder auf meine dünne Daunendecke ausweichen. Wie schon das gestrige Abendessen gibt es auch das heutige Frühstück im Wohnzimmer der Hausbesitzer. Im Anschluß daran machen wir uns auf den Weg nach Pisang, von der Theorie her ist dies heute eine kürzere Etappe.
Lamjung Himal (6983m) von Chame aus Nur mit der Ruhe und Abgeschiedenheit der letzten Tage ist es nun vorbei. Es herrscht heute doch ein ansehnlicher Betrieb im Ort Chame und damit auch später auf der Wanderung. Es soll auch viele Trekker geben, die sich bis hierher nach Chame mit einem Kraftfahrzeug bringen lassen und erst hier mit der Fortbewegung auf Schusters Rappen beginnen. Ob dies einer vernünftigen Höhenanpassung dienlich ist, wir sind hier in Chame von der Höhe her fast schon auf Zugspitzniveau, ist doch mehr als fraglich. Am Ortsende von Chame wechseln wir mittels einer Hängebrücke auf die Nordseite des Marsyangdi. Im Süden spitzt bei wolkenlosem Himmel der schneeweiße fast 7000m hohe Lamjung Himal zwischen den baumbewachsenen Vorbergen hervor. Auch wenn es im Schatten noch klirrend kalt ist, die Sonnenstrahlen wärmen immer mehr. Bis zum Ort Bhratang verläuft die Strecke meist gemütlich ansteigend. Würde nicht irgendwann wieder eine der Annapurnas zu sehen sein, so könnte man die Szenerie auch in irgendeinem Alpental sein. Manchmal geht es am Hang entlang in der prallen Sonne, an anderen Stellen auch durch dichten Nadelwald.
Zwischen Chame und Bhratang, fast wie in den europäischen Alpen Die jetzt nicht wenigen Touristen auf der Strecke, sowohl als Einzelkämpfer mit und ohne nepalesischer Begleitung unterwegs, als auch als Gruppen mit Begleitmannschaft, stammen ihrer Sprache und ihrem Aussehen nach zu urteilen überwiegend aus Frankreich, Israel und dem südostasiatischen Raum. Im Ort Bhratang angekommen, sind die Biergartentische der Lodges schon alle von Touristen vereinnahmt. Einheimische verkaufen hier auch Äpfel, deren Genuß wir uns natürlich nicht entgehen lassen. Einige Minuten nach Bhratang verändert sich die Szenerie schlagartig, das Tal des Marsyangdi wird eng und steil. Wo soll da ein Pfad oder eine Autopiste durchpassen? Aber Nepali sind erfinderisch, denn was nicht passt wird hier einfach passend gemacht. Oder anders ausgedrückt: wenn schon kein Platz für eine Straße vorhanden ist, dann wird einfach eine Straße aus dem Felsen gesprengt. Auf dem Ergebnis dieses mehrere hundert Meter langen ohne Maschinen verwirklichten Vorhabens laufen wir fast 100m oberhalb des Marsyangdi.
Aus dem Fels gesprengter Weg bei Bhratang Nach der Felsenstraße geht es noch einige hundert Meter auf der rechts liegenden Flussseite weiter, bevor wir über die Swargadwari Hängebrücke wieder den Marsyangdi überqueren und die neue Piste wieder verlassen. Der Namensgeber der Brücke, das Swargadwari-Massiv ist rechtsliegend deutlich zu erkennen. Die über 2000m hohe und bei 5000m endende “einteilige” Rampe in Halbschalenform ist ein heiliger Berg der Buddhisten oder ein australischer Ayers Rock im XXL-Format. Steiler ansteigend geht der nun schmale Pfad im Nadelwald weiter. Nach geraumer Zeit trifft der Pfad wieder auf die neue Piste. An einer kleinen “Verpflegungsstation” machen dann die Meisten einen Halt.
Pause auf dem Weg nach Dhuker Pokhari Nach einer kurzen Verschnaufpause dort laufen wir weiter bis nach Dhuker Pokhari, wo wir um 11:30 Uhr eintreffen. Hier wollen wir heute unsere Mittagsrast machen, auch wenn es nur noch gut eine Stunde bis nach Pisang wäre, aber wir haben genügend Zeit. Viele nehmen sich diese Zeit nicht oder nur kurz, denn während der fast zweistündigen Rast ist immer ein Betrieb auf dem Weg in Richtung Pisang.
Gebetsmühlenmauer in Dhuker Pokhari Als wir dann gegen 13:30 Uhr aufbrechen, sind wir die einzigen Menschen weit und breit auf der Strecke. Manchmal ist es doch von Vorteil, wenn man sich auf Wandertouren etwas antizyklisch verhält. Zurückblickend in Richtung Osten wird einem erst jetzt die riesigen Ausmaße der Wand des Swargadwari bewusst. Die nun ebene Strecke verläuft in einem lichten Nadelwald, der auch in Skandinavien oder im Westen Kanadas liegen könnte. Neben der Strecke ist auch ein Moor zu erkennen, dass man sich den Anblick der jetzt fast wolkenfreien Annapurnas nicht entgehen lässt, versteht sich wohl von selbst. Während des Weges spricht mit Shukra Bir an: »Das haben wir auf unseren Touren eigentlich nie, dass wir Träger und Guides immer zusammen unterwegs sind. Du hörst wahrscheinlich die ganze Zeit, dass wir immer miteinander reden und diskutieren. So ziemlich über alles.« Ich sage zu Shukra Bir: »Nützt die Chance! Wer weiß, wann Ihr sie wieder haben werdet!«. Ein Spruch als hätte ich heute schon eine Vorahnung, was sich in ein paar Tagen ereignen wird.
2000m Felswand des Swargadwari
Kleiner See auf dem Weg nach Lower Pisang Nach einer Stunde erreichen wir Lower Pisang, den touristisch geprägten neuen Stadtteil von Pisang. Auf der gegenüberliegenden Flussseite ist die höher gelegene Altstadt Upper Pisang zu erkennen. Für uns heißt es jetzt aber wieder eine Campingmöglichkeit für uns alle zu finden. Diese finden wir an einer Lodge im Kern des Ortes. Das Zelt bauen wir auf der steinigen Terrasse der Lodge auf, unter Mithilfe des Lodgebesitzers. Kochen wird Ram prasad mit seinen Jungs in einem gegenüberliegenden alten Schuppen, übernachten werden sie alle gemeinsam zu Fünft in einem Zimmer der Lodge.
Zeltaufbau mit vereinten Kräften in Pisang Auch wenn heute genügend Zeit wäre, den für viele üblichen Akklimatisationsspaziergang ins höher gelegene Upper Pisang erspare ich mir. Ich bin nicht der Freund von “Go high, sleep down”, sondern nutze die Zeit, dass sowohl der physische als auch der psychische Mensch genügend Zeit zum Ankommen und Verdauen der Tageserlebnisse hat. Um auszuschließen zu können, dass ich mich in einigen Tagen im Spiegel nicht mehr selbst identifizieren kann, nutze ich die Zeit für eine heiße Dusche, die Erste seit Kathmandu. Diese Dusche bedingt natürlich auch, dass ein Großteil der in den letzten Tagen gewonnenen Sonnenbräune unwiederbringlich verloren ist. Gerade mit der Thematik “Heiße Dusche” lässt sich über die Ursprünglichkeit der Annapurnarunde in den heutigen Tagen nachdenken. Da beschweren sich viele Trekker lautstark, dass die neue Straße in der Annapurnaregion den Charakter der Tour extrem stört, aber die Begebenheiten, dass es allermeist nur Stehklos gibt und das Wasser der Duschen oft nur kalt ist, wird meist noch mehr beanstandet. Und im Zelt übernachten ist doch unmöglich, man ist doch als Trekker zivilisiert, ist eine oft vorherrschende Meinung! Auch heute werde ich von den oft unterbeschäftigt wirkenden im Ort Hin und Her laufenden Trekker gefragt: »Why are you sleeping in a tent?« Auf meine Gegenfrage »Why not?« habe ich bis heute noch nie eine Antwort erhalten. Leute, man muss nicht nur unterwegs sein, man muss auch irgendwann einmal ankommen! Neben mir sind in der Lodge nur zwei weitere Wanderer und einige Einheimische einquartiert. Die noch verbleibende Zeit bis zum Abendessen vertreibe ich mir mit Kreuzworträtsel und Kartenstudium. Dass sich der Vorbereitungsgrad auf eine mehrwöchige Trekkingtour doch etwas unterscheiden kann, dürfen wir heute auch noch erfahren. Die zwei nicht deutschsprachigen in der Lodge übernachten wollenden Frauen (und von einer anderen Nationalität wie die folgenden Zeilen vermuten lassen würden), wahrscheinlich in den 30ern angesiedelt und auch noch bei Tageslicht ohne Fassadenrenovierungen vorzeigbar, sind es nach wenigen Tagen leid, noch weiter auf der Annapurnarunde zu wandern und vor allem über den Thorong La Pass zu gehen und fragen den neben mir im Speiseraum der Lodge sitzenden Lodgebesitzer nach Möglichkeiten der Routenoptimierung. Frage : »Wie lange dauert die Jeepfahrt von Manang nach Muktinath?« Anmerkung: Manang ist der letzte größere Ort vor dem Thorong La Pass, Muktinath der erste Ort nach dem Thorong La Pass. Antwort des Lodgebesitzer darauf : »Mindestens 3 Tage!« Frage : »Ist die Straße über den Pass wirklich so schlecht?« Meine Antwort :»Es gibt keine Passtraße über den Thorong La und ein Tunnel zwischen Manang und Muktinath ist auch noch nicht geplant!«. Frage : »Gibt es einen Flugplatz in der Nähe, uns tut nach vier Tagen alles weh und über einen Pass wollen wir nicht mehr laufen?« Lodgebesitzer : »Ja in Humde, sind von hier nur noch ein paar Kilometer!« Frage : »Schön, und wann geht morgen ein Flieger von Hungde weg?« Antwort des inzwischen etwas genervten Lodgebesitzers: »Wie immer in den letzten 40 Tagen!«. Frage : »Und was heißt wie immer?«. Lodgebesitzer : »Wie immer heißt - gar nicht -!«. Frage : »Und ab wann kann man dann den morgigen Flug morgen buchen?«. Tja, die Wissenschaften behaupten zwar immer das Gegenteil, aber: irgendwie kann doch anhand dieser Konversation nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden, dass die Existenz von fleischgewordenen Strohballen verneint werden kann, auch wenn die vermuteten ursprünglichen Original-Haarfarben des Trekkingpärchen dieses nicht zwangsläufig vermuten lassen würden. Nach Sonnenuntergang regnet es heute erstmalig auf der Tour mehmals für einige Minuten. Tagesdaten: Start: Chame (2670m ü.NN) - 7:30 Uhr, Ziel: Pisang (3200m ü.NN) - 14:30 Uhr, ↑824m, ↓292m Tag 8: Pisang - Manang Für die Strecke von Pisang nach Manang gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Möglichkeiten. Die schnellere und auf der Piste verlaufende Route über den Deurali Danda Pass und den Ort Humde oder die talnordseitig verlaufende fast immer empfohlene deutlich längere Panoramaroute über Ghyaru und Ngawal. Bei Letzterer gibt es bei entsprechenden Wetterbedingungen atemberaubende Ausblicke auf fast alle Annapurnas. Shukra Bir schlägt aber die im Tal verlaufende Route vor. Da die Annapurnarunde noch lang ist und wir vom Wetter bisher verwöhnt worden sind, kann ich auch dieser Route zustimmen, Berge wird es im weiteren Verlauf noch genügend zu sehen geben.
Lower Pisang - im Hintergrund einer der Chulus
Vor unserer Küche in Pisang Kaum haben wir Lower Pisang verlassen, steigt auch der oft als “Kindergeburtstagspfad” genannte Weg stetig an, um seinen zwischenzeitlich höchsten Punkt am 3380m hohen Deurali Danda Pass zu haben. Von dort aus gibt es einen wunderschönen Ausblick in den weiteren Verlauf des Manang-Tales. Zu sehen ist auch die gestern schon angesprochene asphaltierte Landepiste des Flughafens von Humde. Erstmals zu sehen ist auch der 7134m hohe Tilicho Peak, an dessen Fuß der 4900m hoch gelegene Tilicho See liegt, an dem wir in einigen Tagen sein werden.
Annapurna II (7937m) und Annapurna IV (7535m) unmittelbar nach Pisang
Blick in das Manang Tal vom Deuralidanda - in der Bildmitte der Tilicho Peak (7134m) Nach dem Pass geht es wieder einige Höhenmeter abwärts, jetzt zum Teil auch durch dichten Nadel- und Laubwald. Und über 300m Wanderstrecke gibt es auch etwas, was ich solchen Breitengraden noch nie gesehen habe: abgefallenes Laub von nicht immergrünen Laubbäumen, die unseren Birken nicht unähnlich sind.
Laubwald unterhalb des Deuralidanda Bis nach Humde verläuft die Strecke zwar meist eben, der Weg zieht sich aber doch hin. Die Lodges im Ort nutzen viele für ihre Mittagsrast, wir wollen aber noch weiter gehen. Den Flugplatz sehen wir im schon länger unbenutzt wirkenden Zustand in Laufrichtung rechts liegen. Am Ortsausgang steht wieder eine Registrierung bei den Behörden an.
Rast mit Blick auf den Pisang Peak (6051m)
Rast der Begleitmannschaft bei zwei Dorfschönheiten
Flusstal des Sabje Khola, im Hintergrund der über 6000m hohe Übergang von Annapurna IV zu Annapurna III
Und ewig grüßt eine der Annapurnas (Nummero III mit 7555m) Vor dem Ort Mugje queren wir zunächst den Sabje Khola und später wieder den Marsyangdi. Im Ort Mugje selbst werden wir heute unsere Mittagsrast in einem “Terrassencafe” einlegen. Fast schon blamabel für mich ist die Frage des Jungen des Besitzers, ob mir das Gebäude aus von dem Bild auf der Umschlagseite meines Reiseführers bekannt vorkommt. Ich sage zu ihm, dass ich es nicht kenne und er sagt zu mir, ich solle einfach einmal nach rechts schauen, was da in wenigen hundert Meter Entfernung liegt.
Ghompa bei Mugje - Annapurna II (7937m) im Hintergrund Nach unserer Mittagsrast sind wir wieder alleine auf der Strecke, wir wollen heute aber nur noch weiter bis nach Manang. Ich muss dann heute auch noch mit Shukra Bir und Ram prasad abklären, ob wir mehr als eine Nacht in Manang bleiben oder am nächsten Tag dann gleich ins nur unwesentlich höher gelegene Khangsar weitergehen, um mehr zeitlichen Spielraum bei der Strecke vom Tilicho See nach Jomsom zu haben.
Manangtal kurz vor Manang - Annapurna II (7937m) Obwohl es kaum mehr als eine Stunde von Mugje nach Manang dauert, melden sich bei mir unmittelbar nach dem Ort Braga dringende Geschäfte zwecks umgehender Erledigung an. Erfolgt diese Erledigung nicht umgehend, so könnte man anschließend in einer ziemlich besch...eidenen Lage sein. Ein Geschäftsraum hinter einem Busch ist schnell gefunden und die Geschäfte auch zur Zufriedenheit abgeschlossen. Nicht nur gewichtsmäßig erleichtert nehme ich die letzten Meter bis zum Ort Manang in Angriff. Der Ort Manang ist der wichtigste Ort und zugleich auch der letzte Ort im gleichnamigen Tal. Im Ort selbst gibt es Infrastruktur, die man nicht unmittelbar hier erwarten würde, wie z.B. eine Bäckerei oder auch ein Kino! In der Nähe des Ortseinganges finden wir auch einen Zeltplatz in einer Lodge der ersten Generation, die eigentlich nicht mehr für Touristen in Betrieb ist, für unsere Zwecke aber vollkommen ausreichend sein wird. D.h. ich bin auch heute wieder der einzige Tourist in der Lodge.
Manang - Annapurna III (7555m) und Gangapurna (7434m) Meine Frage an Shukra Bir, ob es morgen dann gleich nach Khangsar weitergeht , löst bei ihm Erstaunen aus. Er habe sich mit der Mannschaft auf den Thorong La eingestellt und für die Tilicho See Variante gar keine 200m Seil dabei. Ich bin aber bis jetzt davon ausgegangen, dass wir zum Tilicho See gehen und über den Eastern Pass und dem Mesokanto La weiter nach Jomsom. Warum er für diese Variante 200m Seil braucht, ist mir aber am heutigen Tag noch ein Rätsel, einer der kommenden Tage wird mir dazu in einem ganz anderen Zusammenhang die genaue Antwort liefern können. Aus dem urplötzlich teilnahmslos gewordenen Verhalten der restlichen Mannschaft schließe ich, dass ihnen die Variante über den Mesokanto La überhaupt nicht passt. Hätte ich doch bei der Routenabstimmung diese Variante als Nummer 1 angegeben, dann wären wir jetzt nicht in der Zwickmühle. Um die Situation nicht weiter anspannen zu lassen, einigen wir uns darauf, morgen nach Khangshar weiterzuwandern, denn auch noch dort können wir ohne einen Tag Verlust die Route noch ändern. Shukra Bir müsse aber hier in Manang trotzem das Seil dazu organisieren. Unsere “alte” Lodge wird von vielen Einheimischen als Verpflegungsstation benützt. Am späteren Nachmittag muss ich mich auf die Suche nach einem Kugelschreiber machen, meine beiden mitgebrachten Kugelschreiber haben heute das Zeitliche gesegnet. Aber an “Ausrüstungsgegenständen” ist in Manang alles organisierbar. Vor dem Abendessen teilt Shukra Bir mir mit, dass er mit Milan in Kathmandu gesprochen hat und auch dieser dringend die Variante über den Thorong La empfiehlt. Es ist noch sehr früh in der Saison und es gibt noch keine Informationen darüber, wie die Schneeverhältnisse am Mesokanto La sind. Hierzu muss ich vielleicht anmerken, dass die meisten Trekker nur zum Tilicho See hinauf wandern und anschließend zurück und weiter über den Thorong La. Damit steht auch für mich fest, dass wir über den Thorong La gehen. Kaum versehe ich mich, dann wird aus den “Dienst-nach-Vorschrift”-Gesichtern meiner nepalesischen Begleiter wieder das zuvor schon bekannte “Bist unser bester Kumpel”-Gesicht. Da zwei Tage Zelten in Manang kaum möglich sein werden, schlage ich vor, die zwei Tage Anmarsch zum Fuße des Thorong La Pass auf drei Halbtagesetappen auszuweiten und die nächsten drei Tage eher gemütlich angehen zu lassen. Aus den Gesichtern der Anderen schließe ich, dass ich hiermit einen alles Andere als schlechten Vorschlag gemacht habe. Auch heute Abend regnet es wieder, die verbleibenden Stunden am Ofen der Lodge unter den Einheimischen verlaufen aber kurzweilig, auch wenn ich das allermeiste von dem, was gesprochen wird, nicht verstehen kann. Tagesdaten: Start: Pisang (3200m ü.NN) - 7:30 Uhr, Ziel: Manang (3540m ü.NN) - 14:30 Uhr, ↑663m, ↓336m
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